Anti-Poaching in Namibia: Zwei Wilderer festgenommen

Erfolgreicher Anti-Poaching-Einsatz bei Otavi

Bei einem Anti-Poaching-Einsatz nahe Otavi im Norden Namibias konnten zwei mutmaßliche Wilderer aufgespürt und anschließend festgenommen werden. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Unterstützung aus der Luft: Rund zwei Stunden war eine Drohne im Einsatz, bevor die gesuchten Personen lokalisiert werden konnten.

Der Einsatz zeigt, wie Drohnentechnik die Arbeit der Teams am Boden unterstützen kann. Gerade in Namibia sind die zu überwachenden Gebiete groß und häufig schwer zugänglich. Während Fahrzeuge und Patrouillen weiterhin die Grundlage der Arbeit bilden, verschaffen Drohnen den Einsatzkräften einen zusätzlichen Blick aus der Luft.

Im Fall von Otavi arbeiteten die verschiedenen Kräfte eng zusammen. Nach der Ortung konnten die Einsatzkräfte am Boden reagieren und die beiden Verdächtigen festnehmen.

Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen wir keine weiteren Angaben zu den beteiligten Personen, eingesetzten Kräften, Standorten oder konkreten Einsatzabläufen. Auch in unserem Videomaterial werden Personen, Kennzeichen und andere identifizierbare Merkmale unkenntlich gemacht.

 

Wilderei bleibt eine Bedrohung

Der Einsatz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Namibia Fortschritte im Kampf gegen Wilderei meldet.

Nach Angaben der namibischen Umweltministerin Indileni Daniel wurden 2024 insgesamt 91 Nashörner gewildert. 2025 sank die Zahl auf 43 Tiere und damit nach Angaben des Ministeriums auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 wurden 24 gewilderte Nashörner registriert.

Das ist eine deutliche Verbesserung. Gleichzeitig zeigen 24 getötete Nashörner, dass die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen ist.

Wilderei beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Täter im Feld. Das namibische Umweltministerium verweist auf international organisierte kriminelle Netzwerke und den illegalen Handel mit Wildtierprodukten. Schutzmaßnahmen vor Ort müssen deshalb mit Strafverfolgung, Informationsaustausch und grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden werden.

Technik dort einsetzen, wo sie gebraucht wird

Für uns als Namibian Wildlife Foundation ist der Einsatz bei Otavi ein Beispiel dafür, welchen praktischen Nutzen moderne Technik im Wildtierschutz haben kann.

Eine Drohne ersetzt keine Ranger und keine Einsatzkräfte. Sie kann ihnen aber helfen, große Gebiete schneller zu überblicken, Bewegungen aus der Luft zu verfolgen und ihre Arbeit am Boden gezielter zu koordinieren.

Genau deshalb unterstützen wir den Ausbau technischer Möglichkeiten im Anti-Poaching-Bereich. Entscheidend ist für uns, dass die Ausrüstung nicht nur vorhanden ist, sondern dort eingesetzt werden kann, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

Der Einsatz bei Otavi hatte ein konkretes Ergebnis: Nach rund zwei Stunden Drohneneinsatz wurden zwei mutmaßliche Wilderer lokalisiert und anschließend festgenommen.

Solche Einsätze verhindern Wilderei nicht allein. Sie erhöhen aber die Möglichkeiten der Menschen, die jeden Tag vor Ort daran arbeiten, Namibias Wildtiere zu schützen.

PROTECT. PREVENT. PRESERVE.