Giraffe Skin Disease bei Giraffen in Namibia

Auffällige Hautveränderungen bei einer Giraffe im Khomashochland

Erste dokumentierte Beobachtung der Namibian Wildlife Foundation und was die Forschung über Giraffe Skin Disease weiß

Bei Feldbeobachtungen im Khomashochland in Namibia hat die Namibian Wildlife Foundation e.V. erstmals eine Giraffe mit auffälligen Hautveränderungen dokumentiert. Die sichtbaren Veränderungen erinnern an Läsionen, die in der wissenschaftlichen Literatur unter dem Begriff Giraffe Skin Disease, kurz GSD, beschrieben werden.

Es handelt sich um die erste entsprechende Sichtung, die von der Namibian Wildlife Foundation dokumentiert wurde. Frühere Fälle aus Namibia sind bereits aus der wissenschaftlichen Literatur bekannt.

Eine gesicherte Diagnose liegt derzeit nicht vor. Das Tier wurde weder immobilisiert noch tierärztlich untersucht oder beprobt. Die Beobachtung wird deshalb von uns als GSD-ähnliche Hautveränderung unklarer Ursache dokumentiert. Eine Aufnahme aus der Distanz kann einen wichtigen Hinweis liefern, ersetzt jedoch keine veterinärmedizinische Untersuchung und keine Laboranalyse. Genau diese Unterscheidung ist bei GSD besonders wichtig, weil der Begriff nach heutigem Forschungsstand eher ein klinischer Sammelbegriff als die Bezeichnung einer einzelnen, eindeutig definierten Krankheit ist.

 

Bei dem von uns beobachteten Tier handelt es sich nach derzeitiger Einordnung um eine Südliche Giraffe (Giraffa giraffa).

Warum diese Beobachtung für uns relevant ist

Wir wollen das Tier bei weiteren Sichtungen wiedererkennen und beobachten, wie sich die Hautveränderungen entwickeln.

Giraffen besitzen ein individuell unterscheidbares Fellmuster. Dadurch besteht die Möglichkeit, dasselbe Tier bei zukünftigen Beobachtungen erneut zu identifizieren. So kann dokumentiert werden, ob sich die sichtbaren Hautveränderungen zurückbilden, unverändert bleiben oder weiter ausbreiten.

Besonders relevant sind dabei nicht nur Größe und Aussehen der Läsionen. Auch Veränderungen des Gangbildes, der Körperkondition, des Fressverhaltens oder des Anschlusses an andere Giraffen können Hinweise darauf geben, ob das Tier funktionell beeinträchtigt ist.

Die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass gerade solche wiederholten Langzeitbeobachtungen wichtig sind. Einzelne Fotos zeigen lediglich einen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt. Erst wiederholte Sichtungen können etwas über den Verlauf einer Erkrankung aussagen.

 

Was ist Giraffe Skin Disease?

Unter dem Begriff Giraffe Skin Disease werden verschiedene auffällige Hautveränderungen zusammengefasst, die bei freilebenden Giraffen in mehreren Regionen Afrikas dokumentiert wurden.

Das sichtbare Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein. Beschrieben wurden unter anderem:

  • kleine, erhabene Knoten
  • haarlose Hautbereiche
  • verdickte und verhärtete Haut
  • starke Verhornungen
  • Schuppen und feste Krusten
  • rissige oder zerklüftete Hautflächen
  • nässende oder leicht blutende Läsionen
  • geschwürartig wirkende Veränderungen
  • trockene, depigmentierte und narbenartige Hautbereiche

Bei manchen Tieren können außerdem Schwellungen oder Veränderungen der Fortbewegung auftreten.

Auffällig ist, dass sich nicht nur das Erscheinungsbild unterscheidet. Auch die betroffenen Körperregionen unterscheiden sich zwischen verschiedenen Giraffenpopulationen.

Bei Masai-Giraffen in Tansania treten die Veränderungen beispielsweise besonders häufig an den Gliedmaßen auf. In einer Untersuchung des Tarangire-Manyara-Ökosystems befanden sich 72 Prozent der dokumentierten Läsionen an den Vorderbeinen, 23 Prozent an den Hinterbeinen und 5 Prozent im Brustbereich.

Bei untersuchten Nubischen Giraffen im Murchison-Falls-Nationalpark in Uganda wurden Veränderungen dagegen vor allem an Hals, Schulter, Achsel, Brust und vorderem Rumpf gefunden.

Diese Unterschiede sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass unter dem Begriff GSD möglicherweise mehrere unterschiedliche Krankheitsprozesse zusammengefasst werden.

 

Giraffe Skin Disease wurde auch in Namibia beschrieben

GSD-ähnliche Hautveränderungen sind für Namibia nicht grundsätzlich unbekannt.

Ein wissenschaftlicher Review aus dem Jahr 2016 führte entsprechende Beobachtungen aus insgesamt 13 Schutzgebieten oder Reservaten in sieben afrikanischen Ländern auf: Botswana, Kenia, Namibia, Südafrika, Tansania, Uganda und Simbabwe.

Diese Angaben dürfen allerdings nicht als aktuelle Prävalenzkarte verstanden werden.

Die Daten stammen aus unterschiedlichen Zeiträumen und wurden mit verschiedenen Methoden erhoben. Teilweise handelt es sich um wissenschaftlich detailliert untersuchte Populationen, teilweise um wesentlich begrenztere Beobachtungsdaten.

Aus früheren Meldungen aus Namibia lässt sich deshalb nicht ableiten, wie häufig entsprechende Hautveränderungen heute im Land auftreten.

Unsere Beobachtung im Khomashochland ist daher kein Beleg für einen Krankheitsausbruch. Sie ist zunächst ein einzelner dokumentierter Befund, dessen Ursache unbekannt ist.

 

In einigen Populationen sind sehr viele Tiere betroffen

Besonders umfangreiche Untersuchungen stammen aus Ostafrika.

In Ruaha in Tansania wurden bei einer Untersuchung 87 von 109 erfassten Giraffen mit sichtbaren Hautveränderungen dokumentiert. Unter den erwachsenen Tieren waren 84 von 91 betroffen.

In anderen Gebieten lagen die Werte deutlich niedriger. Auch Populationen ohne sichtbare Fälle wurden beschrieben.

Eine einheitliche „GSD-Rate für Afrika“ wäre daher wissenschaftlich irreführend.

Die Häufigkeit hängt offenbar stark vom jeweiligen Gebiet und möglicherweise von lokalen Umweltbedingungen, Erregern, Vektoren und Eigenschaften der betroffenen Giraffenpopulation ab.

 

Was verursacht Giraffe Skin Disease?

Was die Hautveränderungen verursacht, ist bisher nicht eindeutig geklärt.

Bis heute wurde kein einzelner Erreger nachgewiesen, der sämtliche als GSD bezeichneten Fälle erklären könnte.

Verschiedene Untersuchungen liefern vielmehr Hinweise darauf, dass unterschiedliche Organismen beteiligt sein können.

Fadenwürmer bei Giraffen in Uganda

Besonders starke Hinweise auf eine konkrete Ursache gibt es aus Uganda.

Zwischen 2017 und 2019 wurden dort Nubische Giraffen untersucht. In aktiven Hautläsionen fanden Wissenschaftler adulte filarienartige Fadenwürmer, Larven und zahlreiche Mikrofilarien.

Das umgebende Gewebe zeigte gleichzeitig eine ausgeprägte Entzündungsreaktion.

Morphologische und genetische Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Parasiten mit Fadenwürmern aus dem Umfeld der Gattung Stephanofilaria verwandt waren. Eine endgültige Artbestimmung war jedoch nicht möglich.

Für diese Population gibt es damit starke Hinweise auf eine kutane Filariose, also eine parasitäre Erkrankung der Haut.

Das bedeutet jedoch nicht, dass derselbe Parasit sämtliche GSD-ähnlichen Hautveränderungen bei Giraffen verursacht.

Weitere Nematoden in Ruaha

Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung aus dem Ruaha-Nationalpark in Tansania ergab ein etwas anderes Bild.

In sechs von zehn untersuchten Hautbiopsien fanden Wissenschaftler spiruride Larven. Drei Proben waren zusätzlich in einer molekularbiologischen Untersuchung positiv. Die gefundenen Teilsequenzen zeigten eine hohe genetische Ähnlichkeit zu Thelazia callipaeda.

Die Studie beweist jedoch nicht, dass Thelazia callipaeda selbst die Ursache von GSD ist. Sowohl die genaue Artbestimmung als auch die kausale Bedeutung des Parasiten und sein möglicher Übertragungsweg bleiben ungeklärt.

Pilze in Tarangire-Manyara

Im Tarangire-Manyara-Ökosystem fanden Forschende dagegen Pilzstrukturen in den untersuchten Hautproben.

In allen fünf dort untersuchten Gewebeproben wurden Pilzhyphen und Sporen festgestellt.

Da jedoch keine Pilzkultur und keine molekulare Bestimmung der Pilzart vorgenommen wurden, ist unklar, welche Rolle diese Pilze spielten.

Sie könnten die ursprüngliche Erkrankung verursacht haben. Ebenso ist möglich, dass sie bereits geschädigte Haut sekundär besiedelten oder Bestandteil einer Mischinfektion waren.

 

Werden die Erreger durch Fliegen übertragen?

Eine Übertragung durch Insekten ist eine plausible Hypothese, aber bislang nicht bewiesen.

Verwandte Fadenwürmer werden bei anderen Tierarten durch Insekten übertragen. Außerdem wurden Fliegen auf Hautläsionen von Giraffen beobachtet.

Für GSD wurde bisher jedoch kein bestimmter Vektor eindeutig nachgewiesen.

Auch eine direkte Übertragung von Giraffe zu Giraffe, eine typische Inkubationszeit, ein Umweltreservoir oder eine klar definierte Saisonalität sind bislang nicht ausreichend belegt.

Deshalb sollte bei einzelnen Feldbeobachtungen nicht von einem „Ausbruch“ oder einer nachgewiesenen „ansteckenden Krankheit“ gesprochen werden.

 

Welche Auswirkungen hat GSD auf die Giraffen?

Die Folgen unterscheiden sich offenbar stark zwischen einzelnen Tieren.

Einige Giraffen scheinen trotz deutlich sichtbarer Hautveränderungen über längere Zeit einen guten allgemeinen Gesundheitszustand zu behalten.

Eine dreijährige Untersuchung von 382 erwachsenen Masai-Giraffen im Tarangire-Nationalpark fand keinen statistisch nachweisbaren Effekt von GSD auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der erwachsenen Tiere.

Dieses Ergebnis bedeutet jedoch nicht, dass GSD grundsätzlich harmlos ist.

Die Untersuchung bezog sich auf eine bestimmte Population und einen bestimmten Zeitraum. Aussagen über Jungtiere, andere Populationen oder zusätzliche Belastungsfaktoren können daraus nicht ohne Weiteres abgeleitet werden.

Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass Läsionen an den Vorderbeinen die Fortbewegung beeinflussen können.

Bei 40 erwachsenen Masai-Giraffen im Ruaha-Nationalpark gingen Tiere mit sichtbaren Vorderbeinläsionen langsamer und zeigten längere Schrittzyklen als Tiere ohne entsprechende Hautveränderungen.

Nicht betroffene Tiere bewegten sich im Mittel etwa neun Prozent schneller als Tiere mit milden Läsionen und rund zwölf Prozent schneller als Tiere mit moderaten oder schweren Veränderungen.

Ob sich daraus langfristige Nachteile bei der Nahrungssuche, bei größeren Wanderungen oder bei der Flucht vor Raubtieren ergeben, wurde bislang nicht direkt nachgewiesen.

Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass Hautläsionen durchaus funktionelle Auswirkungen haben können.

 

Wie entwickelt sich die Erkrankung?

Für Nubische Giraffen in Uganda wurde ein Modell mit mehreren Stadien beschrieben.

Im frühen Stadium können kleine, teilweise noch behaarte und verkrustete Knötchen auftreten.

In einem Zwischenstadium entstehen größere kahle und verdickte Hautflächen. Diese können stark verhornen, einreißen und deutliche Entzündungsreaktionen zeigen.

Später wurden auch trockene, zusammengezogene, kahle und depigmentierte Plaques mit Narbengewebe dokumentiert.

Dieses Modell gilt zunächst für die untersuchte Population in Uganda. Es darf nicht automatisch auf sämtliche Giraffen in anderen Teilen Afrikas übertragen werden.

 

Kann Giraffe Skin Disease behandelt werden?

Eine allgemein anerkannte Standardtherapie existiert derzeit nicht.

In kleinen Feldstudien wurden unter anderem das Anthelminthikum Ivermectin sowie Antibiotika eingesetzt.

Ein Versuch in Tansania umfasste 18 immobilisierte Giraffen. Vierzehn Tiere erhielten unterschiedliche Behandlungen, vier Tiere dienten als unbehandelte Kontrollen.

Die wissenschaftliche Aussagekraft war allerdings eingeschränkt. Sender fielen aus, einzelne Tiere konnten nicht weiterverfolgt werden und nach drei Monaten konnten nur sieben behandelte Tiere vollständig beurteilt werden.

Bei diesen Tieren reichten die Ergebnisse von vollständiger oder deutlicher Rückbildung bis zu keiner sichtbaren Verbesserung.

Daraus lässt sich derzeit keine allgemein gültige Behandlungsempfehlung ableiten.

Bei freilebenden Giraffen muss außerdem berücksichtigt werden, dass Verfolgung und Immobilisierung selbst erhebliche Belastungen und Risiken verursachen können.

Ob ein Tier untersucht, behandelt oder zunächst weiter beobachtet wird, muss deshalb gemeinsam mit zuständigen Wildtierbehörden und erfahrenen Wildtiermedizinern entschieden werden.

 

Nicht jede auffällige Hautveränderung ist GSD

Die äußeren Erscheinungsformen von Hauterkrankungen sind häufig unspezifisch.

Knoten, Krusten, kahle Haut, Schwellungen und offene Wunden können zahlreiche andere Ursachen haben.

Zu möglichen Differenzialdiagnosen gehören unter anderem andere parasitäre oder infektiöse Erkrankungen, Pilzerkrankungen, Milbenbefall sowie traumatische Verletzungen.

Auch Draht, Schlingen, Bisse, Stöße oder wiederholtes Scheuern können Läsionen verursachen.

Gerade bei frei lebenden Wildtieren gilt deshalb: Das Erscheinungsbild allein reicht nicht für eine Diagnose.

Für eine zuverlässige Bestimmung können je nach Situation Histologie, Parasitologie, Pilz- und Bakteriendiagnostik sowie molekulargenetische Untersuchungen erforderlich sein.

 

Unser weiteres Monitoring im Khomashochland

Für die Namibian Wildlife Foundation beginnt mit dieser Beobachtung zunächst die Dokumentation.

Bei weiteren Sichtungen wollen wir versuchen, das Tier anhand seines individuellen Fellmusters wiederzuerkennen. Fotografien derselben Körperseite und aus möglichst vergleichbaren Perspektiven können helfen, Veränderungen der Läsionen über die Zeit zu erfassen.

Zusätzlich sollen, soweit aus sicherer Entfernung möglich, folgende Merkmale dokumentiert werden:

  • Position und Ausdehnung der sichtbaren Hautveränderungen
  • mögliche neue Läsionen
  • Veränderungen der vorhandenen Hautstellen
  • Gangbild und mögliche Entlastung einzelner Gliedmaßen
  • Fressverhalten
  • Wiederkauen
  • Körperkondition
  • Verhalten innerhalb der Gruppe

Ein kurzes Video kann insbesondere zur Beurteilung der Fortbewegung wertvoller sein als ein einzelnes Foto. Auch in der wissenschaftlichen Feldarbeit werden wiederholte standardisierte Aufnahmen und individuelle Wiedererkennung als wichtige Bestandteile eines sinnvollen Wildlife-Health-Monitorings betrachtet.

Sensible Positionsdaten des Tieres werden nicht öffentlich veröffentlicht.

Sollten deutliche Verschlechterungen auftreten, beispielsweise offene oder stark nässende Wunden, Fremdmaterial, eine erkennbare Bewegungsbeeinträchtigung, starke Schwächung oder weitere betroffene Tiere, wäre eine fachliche Abklärung mit den zuständigen namibischen Wildtier- und Veterinärstellen erforderlich.

 

Warum weitere Forschung notwendig ist

Trotz mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen sind grundlegende Fragen weiterhin ungeklärt.

Wir wissen noch nicht sicher, ob Giraffe Skin Disease eine einzelne Erkrankung darstellt oder ob unter diesem Begriff mehrere äußerlich ähnliche Krankheitsbilder zusammengefasst werden.

Ebenso fehlen belastbare Antworten auf Fragen zur Übertragung, zu möglichen Insektenvektoren, zu Umweltfaktoren, zur langfristigen Entwicklung einzelner Läsionen und zu möglichen Auswirkungen auf Fortpflanzung und Jungtierüberleben.

Gerade für Namibia sind aktuelle und systematisch erhobene Daten begrenzt.

nsere Beobachtung im Khomashochland beantwortet diese Fragen noch nicht. Sie gibt uns aber die Möglichkeit, dasselbe Tier bei weiteren Sichtungen gezielt zu beobachten.

Bis eine fachliche Untersuchung möglich ist, dokumentieren wir weitere Sichtungen und Veränderungen so genau wie möglich. Eine sichtbare Hautveränderung bleibt dabei eine Beobachtung und ist noch keine Diagnose.

 


Wissenschaftliche Quellen

  1. Muneza, A. B. et al.: Regional variation of the manifestation, prevalence, and severity of giraffe skin disease: A review of an emerging disease in wild and captive giraffe populations. Biological Conservation.
  2. Lee, D. E. & Bond, M. L.: The Occurrence and Prevalence of Giraffe Skin Disease in Protected Areas of Northern Tanzania. Journal of Wildlife Diseases.
  3. Bond, M. L., Strauss, M. K. L. & Lee, D. E.: Soil Correlates and Mortality from Giraffe Skin Disease in Tanzania. Journal of Wildlife Diseases.
  4. Muneza, A. B. et al.: Prevalence, disease description and epidemiological factors of a novel skin disease in Giraffes in Ruaha National Park, Tanzania.
  5. Kiula, F. E. et al.: Prevalence and histopathological characterization of Masai Giraffe skin disease in Tarangire-Manyara ecosystem, Northern Tanzania.
  6. Han, S. et al.: Giraffe skin disease: Clinicopathologic characterization of cutaneous filariasis in the critically endangered Nubian giraffe.
  7. Wanda, J. et al.: Identification and Molecular Characterization of Spirurid Nematode Associated With Giraffe Skin Disease in Ruaha National Park, Tanzania.
  8. Dunham, N. T. et al.: Exploring the Effects of Giraffe Skin Disease Limb Lesions on Locomotion.
  9. Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI): Ecology and Control of Giraffe Skin Disease (GSD) in Ruaha, Mikumi and Nyerere National Parks in Tanzania.
  10. Muneza, A. B. et al.: Quantifying the Severity of Giraffe Skin Disease via Photogrammetry Analysis of Camera Trap Data.

Stand: September 2026